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"Es gibt drei Gruppen von Menschen : Solche, die sehen, solche, die sehen, wenn man es ihnen zeigt und solche, die nicht sehen!" Leonardo Da Vinci (1452-1519)



sich nur (v)erfahren oder schon er-leben

S-ICH seiner SELBST bewusst sein?!
Was leitet uns mehr bei unseren Entscheidungen? Der bewusste Wille oder unsere unbewussten Einstellungen ... Programmierungen (dito Indoktrinationen)?
Die Antwort von Gustave Le Bon (1841-1931): "Der unumstößliche Beweis kann von einem gebildeten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewusste in ihm wird ihn schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen." Deshalb ist gerade der Dialog mit seinem eigenen Unbewussten so wichtig! o.b.

P.S.: SELBST = Wesen; das Mehr der Möglichkeiten in mir





Reflexhafte Abwehr

Es gibt im menschlichen Sein einen Abwehrreflex gegen ungute Gefühle. Ob wir uns nun kritisiert oder angegriffen fühlen, eine schlechte Nachricht erhalten, in Mitleid versinken etc. - das aktivierte, negative Gefühl wird zuerst einmal gerne reflexhaft abgewehrt und nach "unten" gedrückt. Der Körper organisiert das mit dem Anhalten bzw. der Reduktion des Atems kombiniert mit der Verdrängung aus dem Gedankenraum, z.B. durch Ablenkung.

Wer das gerne und häufig so macht, bildet mit der Zeit eine Art Gefühlspanzerung heraus. (Die daraus entstehende körperliche Entsprechung kann man u.a. auch am Verspannen und Verholzen der Muskeln erkennen.) Leider schneidet uns diese Gefühlspanzerung nicht nur von den als negativ empfundenen Gefühlen ab, sondern ebenfalls von den positiven. Wir werden zunehmend gefühlskalt ...

Dabei ist die Angst vor unseren Gefühlen im Grunde unbegründet. Erlaube ich mir nämlich das Ausspüren meiner Gefühle GLEICH (oder zumindest zeitnah), so staut sich erst gar nichts an - und der Unterschied zwischen einem stetigen Bächlein und einem Staudamm kann man sich ja vorstellen - ... wenn der mal bricht...

Denn: ich bin NICHT meine Gefühle. Ich beobachte sie nur ... KV


WARUM ...

... können viele „austeilen“ – aber nicht „einstecken“?

Manche Menschen poltern wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen herum, schrumpfen aber auf „Mimosengröße“, wenn man kontert.

Zuweilen stecken zerstörerische Gefühle - wie Neid und Eifersucht - dahinter. Man verträgt keinen Kontakt auf Augenhöhe. Es gibt nur ein oben oder unten – keine Gleichstellung (Reptilien- und Raubtiergehirn in uns lassen grüßen!).
Man möchte Macht und Kontrolle haben, um den anderen klein zu halten - um selbst groß zu scheinen. Bei geringem Selbstwert teilt man lieber aus, um sich selbst zu schützen. Selbst berechtigte Kritik kränkt in diesem Fall, weil sie einer massiven Attacke auf das so fragile Selbstwertgefühl gleichkommt.

Und genau darin liegt die Ursache für den Grad der Verletzungen, nämlich in der Stärke unseres Selbstwertgefühls. Je geringer dies ist, desto schneller fühlen wir uns angegriffen. Fragile Selbstwerte basieren zudem vermehrt auf dem Leistungs- und Anerkennungseffekt – sie werden nicht aus dem Seinsgefühl gespeist. Ist dieses Seinsgefühl nicht oder zu wenig entwickeln, muss es nach-entwickelt werden. OB


Was heilt ?

Es wurde festgestellt, daß folgende 3 Dinge für den Heilungserfolg maßgeblich sind:

1. Ich glaube an den Therapeuten/Arzt
2. Ich glaube an die Methode/Medizin
3. Ich ändere etwas Entscheidendes in meinem Leben


Allen 3 Punkten ist folgendes gemein: der innere, tiefe Glaube an Heilung. Keine Substanz/keine Therapie wirkt komplett unabhängig vom eigenen Glauben daran (die Wissenschaft hat diesem Phänomen den Namen "Placebo-Effekt" gegeben - so als wäre es eine neuartige Errungenschaft ...)

Denn grundsätzlich heilt sich der Mensch immer selbst - es ist die regenerierende Natur unseres Körpers. Leider wird dieser Prozess von vielerlei "Bemühungen" dabei gestört (dazu gehören u.a. auch die vielen Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Fehlernährung etc.), dann kann man davon sprechen, daß die Heilung trotz - und nicht aufgrund - dieser Bemühungen auftritt :-)

Und dann gibt es auch noch den sog. "Rechtfertigungs-Effekt". Wenn jemand ganz viel Zeit, Mühe, Geld, Aufmerksamkeit etc. in seine Heilung gesteckt hat, dann werden diese Anstrengungen häufig unbewusst durch eine Heilung gerechtfertigt. Es scheint so, als ob es nicht wichtig wäre worin jemand die Anstrengungen hinein investiert - solange man nur den Glauben hat, dass es funktioniert.

Das bedeutet, dass u.U. schon die "Diagnose" uns gesund oder krank machen kann, wenn wir sie entsprechend unbewusst annehmen. Umso wichtiger ist es, auf seine Worte zu achten ! KV


Die Kunst des Liebens

Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
Laßt sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein. Gebt eure Herzen aber nicht in des anderen Obhut. Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen. Und steht zusammmen, doch nicht zu nah: Denn die Säulen des Tempels stehen für sich, und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.

Khalil Gibran


Leben ist Wandel

Raus aus den alten Lebensmustern!? ... aber wie?

Warum fallen Verhaltensänderungen häufig so schwer??? ... weil unser Körper und auch unserer psychischer Autopilot verdichtete Vergangenheit ist - und so "booten" wir uns jeden morgen beim Aufwachen die alten Programme wieder hoch. Dadurch erfahren wir das Gewohnte stets auf´s Neue. D.h. Verhaltensänderung beginnt bei der Einstellungsänderung. Und unsere Einstellung müssen wir in der richtigen Betriebssprache an unser Unbewusstes / Autopilot weitergeben.

Eine effektive Methode das neue Programm (Einstellung) zu installieren ist, es vor dem Schlafengehen 20ig mal aufzuschreiben (!!!) ... und mit Freude :))). Im Schlaf ist es dann sehr präsent und arbeitet im Unbewussten weiter. ... und diese Methode funktioniert auch, wenn Sie gar nicht an sie glauben. Nur sollte die Programmierung realistisch, einfach und auf das eigene Sein ausgerichtet sein. Ach ja ... aber VORSICHT: Jede Änderung hat auch Ihren Preis. :))) o.b.


gestalten

LIEBE & MÖGEN

LIEBE und MÖGEN-
Was ist der Unterschied ?

Liebe bezieht sich auf den SEINS-Zustand, Mögen bezieht sich auf Tun und Haben. Liebe ist einfach da, das Mögen dagegen will verdient sein. Ich liebe Dich so wie Du bist. .... aber Du solltest Dein Verhalten ändern damit ich Dich mögen kann bzw. mit dem Verhalten kann ich Dich nicht mögen. Diese Unterscheidung ist (insbesondere im Umgang mit den eigenen Kindern) äußerst wichtig. KV


Verantwortung

Kindliches Sein kann man im Grunde damit definieren, daß Kinder keine Verantwortung übernehmen müssen. Wenn etwas nicht nach Wunsch klappt, wird gebettelt, gejammert, genörgelt, gebockt, erpresst, erweint, erschrieen usw. Wird dieses Verhalten als erfolgreich abgespeichert, so kann es durchaus sein, daß so mancher es bis ins Erwachsenenleben als Strategie durchzieht.

Das, was im kindlichen Sein vielleicht "normal" (aber zumindest verständlich) ist, gestaltet sich als Erwachsener dann jedoch zunehmend beziehungsstörend/verhindernd...

Übernimmt ein Erwachsener nämlich nicht die volle Verantwortung für seine Worte und Taten sowie für seine Wünsche, so entstehen alle möglichen Schieflagen, Verwicklungen, Verstrickungen ... und zwischenmenschliches Chaos entsteht...

Ein großer Teil von psychotherapeutischer Arbeit besteht darin, den Klienten aus der kindlichen Opferhaltung heraus und in die erwachsene "Tat"haltung samt seiner Verantwortung hinein zu bringen. Der Lohn besteht in einer zunehmenden Gelassenheit und der Freiheit, selbst entscheiden und für sich sorgen zu können. Das ist - ganz nebenbei bemerkt - nicht nur für den Klienten sehr angenehm, auch das ganze Umfeld profitiert davon :-)) KV


Paar-Kommunikation

Die 5 Sprachaspekte der Liebe

Je nachdem, wie wir aufgewachsen sind, deuten wir Liebe / liebes Verhalten anders. So hat der amerikanische Seelsorger G. Chapman folgende nützliche Aspekte der "Liebessprache" ermittelt:
- Komplimente = Liebe in Worten
- Zweisamkeit = Liebe in Zeit
- Geschenke = Liebe zum Anfassen
- Hilfsbereitschaft = Liebe in Taten
- Zärtlichkeit = Liebe in Berührung
Diese 5 Aspekte können Paaren zuweilen sehr gut helfen ihre unterschiedlichen Gewichtungen zu erkennen und leichter auszupegeln ;)))). Einfach ´mal im Paargespräch ausloten. o.b.
(Quelle: Magazin des VFP und Chapman, Gary "Die fünf Sprachen der Liebe")


ATEM

Vielleicht fragt sich jetzt so mancher "Was hat Atmen mit Psychotherapie zu tun ? - Ist doch eine Selbstverständlichkeit."....

Nein, leider ist (richtiges) Atmen überhaupt keine Selbstverständlichkeit mehr und es hat sehr viel mit Psychotherapie zu tun. Der "normale" Mensch atmet flach und benutzt leider nur noch einen kleinen Teil des gesamten Lungenvolumens. Dadurch bewegt sich hauptsächlich der obere Brustkorb - und Bauch sowie Zwerchfell bleiben "aus dem Spiel". Weshalb das so ist ?

Kleine Kinder atmen noch ganz anders. Der Bauch dehnt sich beim Einatmen nach Aussen und beim Ausatmen geht er zurück, dabei gibt es nebenbei eine ganz natürliche Zwerchfell-"Massage". Durch diese Bauchatmung ist das Kind ganz automatisch an seine Gefühle angeschlossen. Wenn nun häufig Botschaften kommen wie "Stell Dich doch nicht so an, das tut doch nicht weh", "Hör auf zu flennen", "Indianer kennt keinen Schmerz" usw. setzt der Reflex ein, das Weinen (und die damit zusammenhängenden Gefühlswelten) abzuschalten . . . durch Luft-Anhalten (Probieren Sie es aus: es ist unmöglich zu weinen oder zu spüren während Sie die Luft anhalten).

Mit der Zeit verselbständigt sich dieser Reflex und wird zu einer flachen Atmung - was zur Folge hat, daß der Mensch immer weniger Kontakt zur eigenen Befindlichkeit/Gefühlslage hat. Da wir in der psychotherapeutischen Arbeit eben diesen Kontakt benötigen, muss beim richtigen Atmen angefangen werden. ... Und was sich am Anfang vielleicht komisch anfühlt, wird mit der Zeit zu einer Selbstverständlichkeit, die ganz nebenbei noch sehr viel Lebendigkeit schenkt :-)) KV


Spiegelneuronen und Liebe

Wenn die Liebe zu Ende geht …
Die länger dauernde Entwicklung der Liebe zuzulassen heißt grundsätzlich, dass wir Spannungen aushalten und Enttäuschungen (= Ende einer Selbsttäuschung) hinnehmen können, damit neue glückliche Erfahrungen möglich werden. Das Glück der gegenseitigen Spiegelung immer wieder neu zu erschaffen! Wenn Kontakt und "in Resonanz miteinander sein" (= sich spiegeln) nicht mehr gelingt, dann zerrinnt die Liebe.

Die Merkmale der zerronnen Liebe sind:
- Fehlen spiegelnder Verhaltensweisen
- Ausbleiben gemeinsamer Aufmerksamkeiten
- keine direkte Begegnung im Blick (= sich gegenseitig Bedeutung geben)
- sogar: systematisches Ausweichen der Blickwendung
- Kontaktabbruch auf körpersprachlicher Ebene; d.h. mit Signalen, die den Worten vorausgehen
- UND eigentlich sonnenklar: wenn ich intuitiv spüre, dass mit der Liebe etwas nicht stimmt
Deshalb ist es gerade so wichtig die bestehende Liebe zu pflegen ... jeden Tag - wie eine Pflanze - ... und manchmal ist Liebe auch richtig Arbeit ;)))) o.b.


Wie wache ich auf ?

Die größte Schwierigkeit in der Entwicklung eines Menschen liegt darin, sich seiner selbst bewusst zu werden, quasi aus der Trance auftzuwachen. Dies beginnt schon bei ganz kleinen Dingen, die eigentlich selbstverständlich wären - es aber offensichtlich zunehmend weniger SIND.

Wieso meinen immer mehr Menschen, daß sie technische "Errungenschaften" brauchen wie z.B. Trink-Apps, Schritte-Zähler, Medikamenten-Einnahme-Apps, Biorythmus-Apps ... und was es da nicht noch alles gibt (ich bin als konsequenter Smartphone und -watch Verweigerer da sicher nicht auf dem technisch neuesten Stand ;-) ...

Wäre es nicht das aller natürlichste der Welt, daß ich SELBST MERKE, wenn ich durstig bin, ob ich mich genügend bewegt habe, es mir gut geht und wann ich auf Toilette muss ??? So hilfreich auf den ersten Blick diese "Krücken" sein mögen, sie führen fast zwangsläufig zu einem Zustand, der alles andere als wünschenswert ist:
Der Mensch wird immer unbewusster, läuft immer mehr im BioRobot-Betrieb. Nur wenn er extern erinnert wird, erINNERt er sich seiner selbst für einen kurzen Moment. Das ist fatal und macht den Prozess des Aufwachens immer schwerer.

Wer nämlich an sich selbst und seine Wahr-Nehmungen gut angeschlossen ist, hat ungeahnte Vorteile: er weiß, wessen er bedarf. Er erkennt unmittelbar Lüge bzw. Aufrichtigkeit. Er merkt, wer an ihn denkt oder sich gleich melden wird. Er nimmt wach den jetzigen Moment wahr, d.h. die Zeitqualität ist eine andere .... uvm. ... Also Sie merken - ich bin ein Verfechter dieser klaren und bewussten Art zu Leben :-)) KV


" ALLES GUT "

Es scheint eine neue Seuche ausgebrochen zu sein. Die "Alles-gut"-Seuche.

Diese krass und schnell um sich greifende Seuche hat nach der Jugend jetzt auch schon die Erwachsenen besetzt und allerorten hört man ständig diesen Ausspruch. Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht - mir stellt es bei dieser ultimativen Generalisierung die Haare zu Berge.

Wer sich mit wachen, offenen Augen in der Welt umschaut erkennt sehr schnell, daß die Lage alles andere als gut ist. Im Gegenteil, sie ist sehr bedenklich .... - und oft ist augenscheinlich, dass bei dem "Alles Gut"-Töner zu meist diese Aussage kaum zu trifft!

ERGO: Unterbewusst werden diese Bedenken durchaus von den Menschen wahr genommen - und an der Oberfläche zeigt sich das in dieser permanenten Beruhigungs- und Beschwichtigungsgeste "Alles gut". Durch diese mantraartig wiederholte "Affirmation" entsteht leicht eine unproduktive, kognitive Dissonanz. Oberflächlichkeit statt Tiefe und Wahrhaftigkeit bleiben mehr und mehr auf der Strecke.

Das differenzierte Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln ist für unser Wohlergehen und unsere psychische Gesundheit nämlich essenziell ! ... KV


Verantwortung für sein Leben übernehmen

Von der Notwendung seine „Themen“ zu lösen

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit – und wenn diese Einheit nachhaltig gestört wird schaltet der Organismus auf Alarmfunktion. Das Stressprogramm wird ausgelöst.

Die nachfolgende "Stress-Kaskade" - eine wichtige sekundenschnelle Alarmreaktion - ist eine überaus nützliche physiologische Einrichtung, häufig sogar lebensrettend. Stress wird vom Gehirn übersetzt mit: Kampf oder Flucht ("fight or flight reaction"). An die Nebennieren ergeht der Befehl Kortisol ausschütten (Kortisol stellt kurzzeitg ein hohes Level an Energie bereit, unterdrückt aber gleichzeitig das Immunsystem - wichtig im medikamentösen Einsatz bei allergischen Reaktionen) … der Herzschlag wird schneller, das bedeutet, die Pulsfrequenz steigt an, das Blut wird schneller durch den Körper gepumpt. Der Blutdruck steigt an und es werden vermehrt Zuckermoleküle in den Blutkreislauf eingespeist, um zusätzliche Energie bereit zu stellen. Die Skelettmuskulatur wird mit energiegeladenem Blut versorgt. Die Verdauungsorgane erhalten weniger Blut; ebenso die Fortpflanzungsorgane. Sie sind zum Zeitpunkt des Stresses nicht so wichtig !!! Ebenso wird die Blutversorgung des Immunsystems erheblich gedrosselt. Daher besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen in stressreichen Zeiten.

Wenn aber diese Notstandsmaßnahmen nicht nach einer Weile wieder zurückgefahren werden, d.h. keine echte Entspannung eintritt, bleibt Kortisol im Übermaß im Blut und somit bleibt der Organismus im ständigen Alarmzustand - mit oftmals fatalen gesundheitlichen Folgen. Der ganze Organismus läuft dann auf Hochtouren, dabei aber ins Leere. Zuviel Energie wird verbraucht, ohne dass sie sinnvoll genutzt werden könnte. Vor allem leidet das Immunsystem darunter - läuft es nur noch auf Sparflamme, sind den Bakterien, Viren und Pilzen Tür und Tor geöffnet, Tumorzellen können sich ungehindert vermehren.

Alleine dieser Prozess macht deutlich wie wichtig es ist, seine inneren und äußeren Stressoren zu klären und (!) zu lösen. Sein Leben aktiv wieder in die Ordnung / Harmonie zu bringen. Lebe ich z.B. in einer Beziehung, die mich dauerhaft stresst, dann sind Erschöpfung, Krankheit und Unfallneigungen nicht weit. Der Weg über „Ablenkungen aller Art“ ist dabei noch fataler, denn jetzt entstehen Suchtmechanismen. "Highway to hell“!!! o.b.


Paarbeziehung

Kontakt ist mehr als nur die richtigen Worte zu benutzen
Eine gelungene Paarbeziehung zeichnet sich durch den Kontakt aus, den diese Menschen miteinander haben. Hierbei sind es nicht die Worte (das was gesagt wird / Inhalt), die ihre gemeinsamen Gespräche vorrangig gestalten, sondern die „Atmosphäre“, die ihr Zusammensein begleitet. Diese Beziehungs-Atmosphäre entsteht durch das beidseitige Bemühen (Aufmerksamkeit) auf seelisch, emotionaler Ebene gemeinsam „im gleichen Takt“ zu sein (Harmonie). Selbst in Konfliktsituationen bleiben sie wachsam für den „gemeinsamen Raum“ und bemühen sich selbst bei kleineren „Verletzungen“ des Beziehungsraumes die Harmonie in der Tiefe (!) wieder herzustellen – ohne Differenzen zu umschiffen. Harmonie braucht auch die Auseinandersetzung.

Doch bei den Auseinandersetzungen bleiben Wertschätzung und Achtung für den Anderen im dauerhaften Fokus. … und wenn diese „Brücke der Verständigung“ zu wanken beginnt, dann reagieren achtsame Partner sehr schnell indem sie die Harmonie wieder stabilisieren. Hier spielen Blick, Atmung, „Zuwendung (!)“, … eine große Rolle. Erst diese Aspekte geben den Worten die richtige „Schwingung“. So können Paare auch Konflikte lösen und müssen nicht als „Konflikt-Vemeider“ in Friedhöflichkeit oder "Ankläger" im zuweilen zerfleischenden Streit vergehen. ;))) o.b.


Sind Sie beziehungsfäig ?

Beziehungsschieflagen

Wenn Mann oder Frau sich wundert, daß eigene (oder andere Beziehungen) immer wieder in die Schieflage geraten, dann lohnt es sich den Blick auf eine tiefer liegende Dynamik zu richten.

Ein Mann, der bei seiner Mutter steht, ist nicht zu einer erwachsenen Beziehung fähig. Seine Partnerposition ist von der Mutter belegt und eine potenzielle Partnerin kann nur noch zwischen der „Mama-Position“ oder der „Tochter-Position“ wählen. Ein Merkmal hierbei ist auch, daß Männer, die bei ihren Müttern stehen, häufig von Frauen „genommen werden“, also keine wirklich eigene Dynamik der Beziehungsaufnahme und -anbindung bieten. In extremen Fällen ist sogar so etwas wie "Mitleid" mit dem Mann im Spiel.

Gleiches gilt für die Frauen: Eine Frau, die bei Ihrem Vater steht, ist ebenfalls nicht zu einer erwachsenen Beziehung fähig. Auch hier bleibt für den Partner nur noch die „Vater-“ oder die „Sohn-Position“ übrig. (Man achte auf das eingeborene Erziehungsprogramm der Frauen, welches die Männer dann regelrecht in der Sohn-Position festhält ;-)

Nun könnte man erleichtert aufatmen – wohnt doch vielleicht die eigene Mutter oder der eigene Vater ganz weit weg oder ist eventuell bereits verstorben.... Nein, so einfach ist es leider nicht. Diese "Fehlbelegung" wird in der Kindheit angelegt und erledigt sich nicht von alleine durch Wegzug oder Tod. Sie muss aktiv erkannt und bearbeitet werden. KV


Freier Wille

Ist unser Wille wirklich so frei ???

Zu einer Bedrohung für den Glauben an unsere Willensfreiheit wurde die Entdeckungen des Neurophysiologen Benjamin Libet von 1979. Libet hatte dabei folgendes Experiment durchgeführt:

Er erfasste die Hirnströme von Versuchspersonen, die er aufgefordert hatte, nach einer willkürlichen Zeit, ganz nach Belieben, eine einfache Handbewegung zu machen und sich zugleich anhand einer Präzisionsuhr zu merken, wann sie den Entschluss dazu gefasst hatten. Erstaunlicherweise konnte Libet in den Hirnströmen ein eindeutiges Signal feststellen, das regelmäßig eine halbe Sekunde früher auftrat, als den Versuchspersonen ihr Entschluss bewusst geworden war. D.h. Im Gehirn findet also die Entscheidung für eine Handlung schon unbewusst statt - bevor sie ins Bewusstsein gelangt!!!!! ...

Wir haben dann nur noch ein Veto-Recht. Ferner erkannte er, dass unbewusst veranlasste Handlungen nachträglich durch das Bewusstsein ratifiziert und begründet werden. Zahlreiche spätere Experimente kamen zu dem gleichen Ergebnis. Darüber hinaus ist es schon gelungen, einer Versuchsperson mittels eines Reizes in einer bestimmten Gehirnregion dazu zu bringen, den Arm (unbewusst!!!) zu bewegen, und die Versuchsperson war anschließend der festen Überzeugung, sie habe den Arm bewusst selbst aus freiem Willen - und zwar absichtlich - bewegt !!!! -

... Deshalb arbeiten wir in unserer Therapie immer auch aktiv mit der "unbewussten" Seite unserer Klienten, um hier eine gesunde Balance (wieder) herzustellen. o.b.


Streitkultur und Meinungsfreiheit

Gedanken sind frei – wirklich noch???

„Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist.“ - Voltaire, 1764 – (?)

In unserem Lande halten wir uns „gesellschaftlich“ für aufgeschlossen, tolerant und liberal. Jedoch sind wir das offensichtlich nicht. Denn sobald jemand gegen die gesellschaftlichen Meinungsvorgaben verstößt, wird er oft radikal bekämpft. So lange jemand im Rahmen der vorgegebenen Meinung spricht, bleibt er in der Komfortzone. …, aber wehe dem, der die „vorgegebenen Grenzen“ überschreitet. Den trifft der knallharte Dogmatismus, der böserweise noch im Gewande der Toleranz auftritt.

„Blaming“ auf allen Ebenen ist häufig die Folge … schlimmer noch, denn selbst massive Gewalt gegen „anders denkende“ wird geduldet (körperliche Angriffe, Bedrohung, Gewalt gegen das Eigentum). Dieses Produkt der zumeist staatlich geförderten „kollektiven Bewusstseinshygiene“ verhindert die lebenswichtige Meinungsvielfalt. … Der Kampf gegen das Totalitäre schafft das Totalitäre. … und gerade wir sollten wissen, wo diese Reise hinführt!!! Dabei ist es mir persönlich vollkommen egal, ob dieser Meinungst.error von links oder rechts oder oben oder unten kommt … .

Persönliches Wachstum, Entwicklung und psychische Gesundheit braucht die Freiheit der Gedanken und des sprachlichen Selbstausdrucks, sonst schaffen wir „Unter-Drückung“ (unter Druck). Und dieser Druck wird sich dann sicherlich noch explosiver (Gewalt) oder implosiver (Depression als Seuche) entladen. … und diese Unterdrückung beginnt schon im Kleinen – im Gespräch mit dem Partner, dem Nachbarn, Freunden … .
Warum nur lassen wir uns diese Selbstsicherheit nehmen Meinungsfreiheit in Wort und Sprache zu leben und für sie einzustehen? Mir bereitet diese rasante, aktuelle Entwicklung eines immer mächtigeren Überwachungsstaates, der selbst den häuslichen Bereich beim geringsten Verdacht via Staatstrojaner ausspähen darf, echte Furcht und Sorge !!! „Big Brother “ lässt grüßen! ;/// o.b.
"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." UND: „Um zu erfahren, wer über euch herrscht, braucht ihr nur herauszufinden, wen ihr nicht kritisieren dürft.“ (viel zitiert, doch die eigentlichen Quellen bleiben unbekannt!!!)

s. auch: Mit unserer Meinungsfreiheit ist es nicht weit her (welt.de)


"Dogma" und Charakterpanzer

Ein Mensch, der nach festen Vorstellungen und Ansichten lebt, verhärtet sich mehr und mehr, weil er sich immer und immer wieder mit dem Leben in Widerstand/Widerstreit befindet. Warum?

Nun ja, weil Leben stets Veränderung und Neuanpassung verlangt. So schleppt dieser einen „Charakterpanzer“ mit sich herum (was sich auch u.a. in körperlichen Verspannungen deutlich zeigen kann). Dieser Panzer schenkt ihm zwar ein Gefühl von Schutz und Sicherheit – jedoch um den langfristigen Preis der erschöpfenden Schwere und des Zusammenbruchs. Solche Personen (Persona = Maske) wirken zumeist mechanisch, eher unsensibel und ihre Aussagen sind zumeist einfach und stereotyp. Na - ein Beispiel dazu ?!? … In einem aktuellen Gespräch äußert jemand seine Bedenken, dass die vehement zunehmenden staatlichen Überwachungsmaßnahmen bis in den häuslichen Bereich sowie die Einschränkung der Bürgerrechte ihm Sorge und Angst bereiten. … - Unser Charakterpanzerträger antwortet reflexhaft – eigentlich unberührt – mit den Worten, dass „wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, auch nichts zu befürchten hat“ !!! (Er blendet komplett aus, das es zu allen Zeiten und auch jetzt Regierungen, Machthaber und Tyrannen gab, die selbst den „rechtschaffenden Bürger / Untertan“ gemäß eigener Interessen drangsaliert haben.)

Natürlich „hilft" ihm dieser Charakterpanzer die festgefahrenen Vorstellungen nicht wahrzunehmen, dass sich etwas im Umfeld gravierend ändert und er eigentlich dem sich ändernden Leben eine neue Antwort geben müsste … Verantwortung übernehmen müsste. Somit bedingt dieser Panzer, dass wir die Welt nicht unmittelbar erleben, sondern alles entsprechend gefiltert wahrnehmen und ausblenden (nur erfahren statt erleben), was unsere gewohnte Bahn verändern könnte.

… So diskutierte man heute auf B5 aktuell, dass der G20-Gipfel gezeigt hätte, dass es u.U. auch linke Gewalt geben würde (WOW !!!) und „man“ sie vielleicht unterschätzt haben könnte (wirklich!?!). … aber ein anderer „gut gepanzerter“ Politiker, verstärkte gleich die „Panzerung“ mit den Worten, dass jemand der Gewalt ausübt kein Linker sein kann (tolle Umdeutung), denn Gewalt ist immer rechts bzw. t.error.istisch (Uppss). ... Eins ist jedoch klar: Je dicker der Charakterpanzer von Einzelnen oder Gruppen (ja, auch Gruppen können Charakterpanzer haben !) ist, umso fordernder und erschöpfender wird die Last des Dogmas mit dem Fortschreiten der Veränderung. Lassen Sie uns deswegen sehr aufmerksam sein in welchen Bereichen wir uns weigern mit der Realität in Kontakt zu kommen und verantwortungsvoll zu agieren. o.b.


Konfusionstechnik

Heute lautet eine Schlagzeile auf wetter.de

"Hitzewelle zu Ende - es bleibt heiß"

In der Hypnosearbeit nennen wir so etwas "Konfusionstechnik". Der Therapeut sagt etwas so verwirrendes, daß das Gehirn des Patienten es nicht verarbeiten kann und somit für die Hypnose zugänglich wird.

Jetzt können wir uns fragen: Wollte uns der Journalist in Hypnose versetzen oder ist er am Ende selbst so verwirrt ;-)))))))))) ??? KV


Innere vs. Äußere Ruhe

Viele Menschen empfinden das momentane Zeitgeschehen als äußerst hektisch. Immer schneller dreht sich das "To-Do-Karussel" und sie kommen einfach nicht mehr hinterher. Schlafen unruhig, es fehlt die gefühlte Regeneration und die Liste der unerledigten Dinge wächst stetig.

Hier die Schlagzahl noch mehr zu erhöhen ist kontraproduktiv. Je mehr Sie schaffen desto mehr Dinge werden nach Ihnen rufen. Alles beschleunigt sich. Die Produktzyklen werden insgesamt und zusehend kürzer, die verfügbaren Informationen immer mehr und ständig zugriffsbereit ... ach ja - und ewig lockt das Smartphone ;-))

Wer hier unbeschadet "durchkommen" möchte muss früher oder später eine Entscheidung treffen. Lass ich mich weiter im Außen umherschleudern ? ... oder komme ich ins Zentrum meines Seins - nämlich zu mir selbst - zurück ? Wer ständig verfügbar ist, über alles informiert sein muss und alles in einem kontinuierlich guten Zustand halten möchte wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von der "Tankstelle" weggeschleudert. Und diese Tankstelle heißt z.B. Entspannung, Ruhe, Loslassen, etc. ... Probieren Sie es aus. Am Anfang fällt es schwer, aber dann ... ;-)) KV


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